Erstaunliche Erfolge bei chronisch rezidivierenden Erkrankungen

Oktober 2020 | Die Zeit | Zukunft Medizin

Erstaunliche Erfolge bei chronisch rezidivierenden Erkrankungen

Horst Luckhaupt ist eine Koryphäe der HNO-Heilkunde. Der Mediziner erklärt, warum er froh ist, seit drei Jahren eine hochwirksame Alternative zu Antibiotika zu haben

DR. MED. HORST LUCKHAUPT, Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
Regeno / Beitrag

Herr Dr. Luckhaupt, viele Antibiotika wirken nicht mehr bei allen Bakterienstämmen. Die Plasma Liquid Produkte könnten eine Alternative sein. Sie konnten schon Erfahrung mit den Produkten sammeln. Wie schätzen Sie die Ergebnisse ein?
Als jemand, der sich mittlerweile Jahrzehnte mit bakteriellen Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich beschäftigt, darf ich sagen, dass wir Ärzte immer hocherfreut sind, wenn wir ein hochwirksames Nicht-Antibiotikum zur Verfügung gestellt bekommen. Die Plasma Liquid Produkte, mit dem Wirkstoff Natriumhypochlorit, zählen ja zu den Antiseptika, also Substanzen, die gegen Bakterien, Viren und Pilze hochwirksam sind. Und hier haben wir in den vergangenen drei Jahren erstaunliche Erfolge in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit chronisch rezidivierenden Erkrankungen im Ohr- und Nasennebenhöhlen-Bereich sehen können.

 

Das Produkt ist ja sehr neu. Wie steht es um das Verhältnis von Wirkung zu Nebenwirkung?
Die Substanz ist – ich kann jetzt vor allem für den HNO-Bereich sprechen – unserer Erfahrung nach gut verträglich und wirkt schnell. Wir haben große Erfolge vor allem in der Behandlung von therapieresistenten Infektionen und bei Infektionen durch multiresistente Krankenhauskeime gemacht. Und wir sind froh, dass die Substanz nicht oder fast nicht zytotoxisch ist, im Vergleich zu anderen Antiseptika wie beispielsweise Chlorhexidin. Und, was besonders wichtig ist: Nach allem, was wir heute wissen, sehen wir keine Resistenzentwicklung und keinen Hinweis für Langzeitnebenwirkungen.


Plasma Liquid wirkt ja nur regional, also in der Nase, im Mund, im Ohr oder im Rachen. Sehen Sie in dieser Wirkweise einen Vorteil gegenüber Antibiotika?
Eindeutig, ja. In zahlreichen Situationen – wie bei Gehörgangsentzündungen, bakteriellen Infektionen im Bereich der Nase und Nasennebenhöhle und stellenweise auch in der Mundhöhle – ist die lokale anti-entzündliche Behandlung der systemischen Therapie vorzuziehen. Ein Beispiel: Bei bakteriellen Entzündungen des äußeren Gehörganges bietet die Lokaltherapie häufig bessere und schnellere Behandlungserfolge. Deswegen sind wir ja so froh, dass wir hochwertige Antiseptika wie zum Beispiel Plasma Liquid Präparate haben!